Doktorand*in

Jari Planert, M.Sc.

Qualifizierungsprojekt

Die Folgen von Psychotherapie durch digitale Behandlungsapps für Patient*innen mit Panikstörung und Agoraphobie

In Deutschland gibt es einen Mangel an Psychotherapieplätzen, der sich in einer durchschnittlichen Wartezeit von fünf Monaten für eine Richtlinienbehandlung widerspiegelt. Aktuelle Studien zu Panikstörungen oder Agoraphobie verdeutlichen, dass sich die Symptomatik von Patient*innen unbehandelt häufig verschlechtert. Um diesem Problem entgegenzuwirken, wurden Behandlungsapps zugelassen, die mit wenigen Sitzungen von eine*r Psychotherapeut*in begleitet werden. Die Kombination aus digitaler Psychoedukation und Virtual Reality Exposition soll zu einer Verbesserung der Symptomlage bei genannten Angststörungen führen. Da dies bisher nicht getestet wurde, wird die Wirksamkeit dieser kurzzeitigen Behandlungsform in diesem Projekt experimentell untersucht. Um neben der Prüfung der Symptomreduktion (= intendierte Folge) weitere mögliche (nicht intendierte) (Neben-)Folgen der selbstdurchgeführten Behandlungsapps zu erfassen, wird das Design um qualitative Interviews mit den Patient*innen erweitert.

Akademischer Werdegang

seit 10/2021
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Graduiertenkolleg 2493 „Folgen sozialer Hilfen“

12/2020 – 09/2021
Forschungspraktikum an der Erasmus University Rotterdam in der Abteilung „Child & Developmental Psychology“ (Dr. Ruth van der Hallen)

2020 – 2021
Masterstudium Klinische Psychologie an der Erasmus University Rotterdam, Niederlande, Abschluss: M. Sc.

2016 – 2020
Bachelorstudium Psychologie an der Radboud University in Nijmegen, Niederlande, Abschluss: B. Sc.