Postdoc

Dr.'in Jennifer Buchna

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Portrait Jennifer Buchna

Qualifizierungsprojekt

Das Dispositiv der Adressat*in schulisch (mit-)initiierter stationärer Unterbringungsformen

Laut Kinder- und Jugendhilfestatistik sind die Zahlen schulisch angeregter Verfahren zur Einschätzung einer Gefährdung des Kindeswohls (§ 8a SGB VIII) in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Bei einer vorliegenden Kindeswohlgefährdung werden häufig Unterbringungen in stationären Wohnformen eingeleitet. Welche Mechanismen diesem Prozess zugrunde liegen, also wie Schüler*innen zu Adressat*innen der (stationären) Kinder- und Jugendhilfe werden, wurde bisher nicht eingehend empirisch erforscht. Entsprechend wird in diesem Habilitationsprojekt mit Hilfe eines dispositivanalytischen Verfahrens untersucht, wie das ‚Dispositiv der Adressat*in von schulisch (mit-)initiierten stationären Unterbringungsformen‘ in seinen machtförmigen Vernetzungen konstituiert wird. Der Fokus richtet sich auf primäre und sekundäre Folgen, die sich im Rahmen dieses vielschichtigen Prozesses für die adressierten Schüler*innen und die weiteren Dimensionen des Dispositivs, z. B. Schule, Jugendamt oder die soziale Hilfe selbst, ergeben.

Publikationen

Kulturalisierungen im Kontext Flucht versus Positionierungen als Jugendliche. Perspektiven von Fachkräften und jungen Geflüchteten auf Jugendarbeit

Buchna, J., Schumacher, M. & Coelen, T. (2020, i. E.)

In: deutsche jugend.

Möglichkeiten und Verunmöglichungen. Subjektive Raumkonstruktionen von Jugendarbeit durch geflüchtete Besucher*innen

Schumacher, M., Buchna, J. & Coelen T. (2019)

In: Ulrich Deinet (Hg.): Herausforderungen angenommen — Offene Kinder- und Jugendarbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung. Forschungen, Praxisprojekte, Konzepte (S. 94-115). Weinheim.

„Aber ich kann halt immer noch selbst entscheiden.“ – ‚Kontrolle‘ als Folge sozialer Hilfen im Schnittfeld zwischen Jugendhilfe und Schule

Buchna, J. & Coelen, T. (2017)

H. Weinbach, T. Coelen, B. Dollinger, C. Munsch & A. Rohrmann (Hg.): Folgen sozialer Hilfen. Theoretische und empirische Zugänge (S. 104-118). Weinheim.